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politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
21. November 2019
 
 
 
 
„Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht!“ Lukas 2:10
 
Liebe Freunde,

was sind das für bewegte Zeiten. Bei den Wahlen in Bayern und Hessen gab es für CSU bzw. CDU und SPD deutliche Wahlniederlagen. Die Grünen sind im Aufwind. Die AfD ist nun in allen Länderparlamenten vertreten. In Bayern werden die Freien Wähler voraussichtlich an der Regierung beteiligt sein. Die Parteienlandschaft wird vielfältiger.

Was heißt das für Berlin? Wird die Große Koalition halten? Ein Paukenschlag: Angela Merkel hat bekannt gegeben, dass sie nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren wird. Verständlich. Mit der Abwahl von Volker Kauder als Fraktionsvorsitzendem hatte es bereits im September einen „Knall“ gegeben.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Das verunsichert. Hermann Gröhe, der ehemalige Bundesminister und jetzige Kirchenbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion, hat uns im Arbeitskreis Politik an die Botschaft des Engels erinnert: Fürchtet euch nicht! Christen dürften die Angst nicht schüren, sagte er, sondern sollten eine frohe Botschaft verkünden. Recht hat er. Wir sind mit Jesus unterwegs. In seinem Geist gilt es zu leben, zu arbeiten und zu beten.

Herzliche Grüße aus Berlin, auch von Kersten Rieder

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gebetsanliegen
 
 
• Gute, solide Regierungsbildungen in Bayern und Hessen.

• Personelle Erneuerungen in der Bundespolitik. Konstruktive Lösungen in Sachfragen wie Pflege, Wohnungsbau, Bildung, Integration, Europa, und vielen anderen.

• Im Sommer hat uns Chemnitz bewegt. Beten wir, dass Verunsicherung nicht in Hass umschlägt, und dass andererseits nicht ganz Städte und Landstriche pauschal verunglimpft werden.

• Die Christliche Polizeivereinigung berichtete uns bei einem Besuch in Berlin von vielen Herausforderungen und Anfeindungen, die die Beamten Tag für Tag erleben, und bat um Gebetsunterstützung.

• Wichtige ethische Themen: Die Diskussion um §219a, Werbeverbot für Abtreibungen, geht weiter. Dass der sogenannte Pränatest eine Kassenleistung wird, macht uns Sorge. Die Zahl der Abbrüche aufgrund von Behinderung oder Geschlecht wächst weiter. Beim Thema Organspende sind wir gegen die Widerspruchslösung, eine Pflicht darf es nicht geben.

 
 
 
 
 
Einsatz für verfolgte Christen
 
Ein zentrales Thema unserer Arbeit bleibt der Einsatz für verfolgte Christen. In den nächsten Wochen werden wieder unsere Jahrbücher „Religionsfreiheit“ und „Verfolgung der Christen“ erscheinen. Jeder Bundestagsabgeordnete erhält ein Exemplar. 

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) haben wir Mitte Oktober einmal die Situation Christen in Ägypten in den Mittelpunkt gestellt. Neben zwei Experten aus Ägypten nahm mit Gyde Jensen (FDP) auch die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses daran teil.

 
 
 
 
 
 
Debatte im Bundestag: Religionsfreiheit
 
 
Im Bundestag wurde das Thema Religionsfreiheit Anfang Oktober debattiert. Mehrere Fraktionen hatten Anträge dazu eingebracht. Mit anderen Kirchenvertretern war ich ins Plenum und zu einem anschließenden Empfang eingeladen. Ralph Brinkhaus, der neue Vorsitzende der CDU/CSU Fraktion, machte dabei deutlich, dass das Thema Christenverfolgung weiter auf der Agenda bleiben wird. Sein Vorgänger Volker Kauder ist ja ein Freund der Evangelischen Allianz und seit Jahren eine starke Stimme zu diesem Thema. 

 
 
 
 
Reise in den Nordirak
 
Von der Situation der religiösen Minderheiten im Nordirak konnte ich mir im Juni ein eigenes Bild machen. Mit David Müller (OJKOS Stiftung), Mitglied im Arbeitskreis Politik, besuchten wir Christen und Jesiden in der Ninive-Ebene, in der von 2014 bis 2017 der IS gewütet hat. Neben erschütternden Lebensgeschichten und zerschossenen Häusern trafen wir aber auch auf Zeichen der Hoffnung. Mutige Menschen, die ihr Land wieder aufbauen.

 
 

 
 
 
 
AKREF Gebetsanliegen
 
Und noch eines zum Thema verfolgte Christen: Ulrike Nyboer leitete einen Workshops auf der Allianzkonferenz in Bad Blankenburg, wo sie mit anschaulichen Bildern die Arbeit beim AKREF vorstellte. Alle 14 Tage erscheint ein Gebetsblatt mit konkreten und aktuellen Gebetsanliegen für verfolgte Christen aus aller Welt. Wer diese beziehen möchte kann diese hier oder über die Webseite abonnieren.

 
 

 
 
 
 
 
Vorträge und Veranstaltungen
 
 
Apropos Allianzkonferenz: Die Workshops zu politischen Themen waren überfüllt. Man merkt, dass die angespannte Situation den Menschen unter den Nägeln brennt. Auch die Anfragen zu Predigten und Vorträgen nehmen zu. Drei besondere Vorträge, die ich halten durfte, möchte ich erwähnen: Zur Kommunalpolitik in Albanien, gemeinsam veranstaltet von der Diakonia Albania und der Konrad Adenauer Stiftung; zum Thema „Was ich bin ist mehr als das, was ich kann“ beim PerspektivForum Behinderung;  „Ethische Aspekte der Digitalisierung“ in Erfurt auf der Demografie Konferenz des Freistaates Thüringen. Es freut mich, wenn die Expertise der DEA gefragt ist.

 
 
 
 
 
Gespräche mit Politikern
 
Die Sommermonate sind vorübergeflogen, vieles ist seit dem letzten Newsletter geschehen. Ein Höhepunkt war der Abend mit Josip Juratovic (SPD). Etwa einmal im Quartal laden wir einen Politiker in unser Büro zum „Berliner Gespräch“ ein. Sie stellen sich Fragen zu ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrem Glauben. Josip Juratovic, geborener Jugoslawe, der von sich sagt, er sei „der erste Gastarbeiter im Bundestag“. Ein Politiker mit Herz, der mit ansteckender Leidenschaft dafür warb, dass Christen Verantwortung übernehmen. 

Nicht weniger engagiert zeigte sich Dr. Stefan Ruppert. Der kirchenpolitische Sprecher der FDP besuchte uns im Arbeitskreis Politik, wo wir über Kirchensteuer, Organspende und manches andere Thema diskutierten. Das war spannend und herausfordernd. 

Wir bleiben mit Politikern der verschiedenen Fraktionen im Gespräch.

 
 
 
 
 
Danke!
 
Liebe Freunde, ich darf mich auch wieder herzlich für die Unterstützung unserer Arbeit bedanken. Danke für die treuen Gebete, für ermutigende Briefe und E-Mails. Und danke auch für alle finanzielle Unterstützung, auf die wir weiterhin angewiesen sind – nur dadurch können wir unsere Arbeit in Berlin machen.

 
 

 
 
 
 
 
Herzliche Einladung ins Büro
 
Eine Einladung zum Schluss: Unser Büro ist offen für Besuch. Gruppen bis 25 Personen bringen wir unter. Mittlerweile treffen sich auch verschiedene Arbeitsgruppen in unseren Räumen, etwa die Projektgruppe 3. Oktober 2019 / 2020, bei der auch Kersten Rieder mitarbeitet.

Zum Thema Deutsche Einheit war ich übrigens beim ERF eingeladen. Das Interview über Dankbarkeit und (nicht nur) ostdeutsche Befindlichkeit findet ihr hier. 

 
 
 
 
 
Nicht zuletzt...
 
Wer noch etwas Besinnliches für den Advent sucht: Hier ein kleiner Tipp - mein neuer Adventskalender (nicht nur) für Männer

 
 

 
 
 
 
 
 
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