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politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
21. November 2019
 
 
 
 
Über Allem leuchtet das Kreuz
 
Liebe Freunde,

in der letzten Juniwoche kam der Bundestag noch einmal zusammen, nun geht es in die Parlamentarische Sommerpause. Der Pulsschlag bei den politischen Themen sinkt aber kaum. Da ist die Hängepartie um die Wahl des Europaratspräsidenten. Oder die Anfrage, ob die GroKo nach den Landtagswahlen im Herbst noch Bestand haben wird.

Bewegt nehmen wir Anteil am Schicksal der Flüchtlinge im Mittelmeer und der beherzten Kapitänin Carola Rackete, die mit der Sea-Watch 3 trotz Verbot in den Hafen von Lampedusa eingelaufen ist. Kann es in Frage stehen, Menschenleben zu retten? Es muss endlich eine politische Lösung geben. Schon vor einem Jahr hat die Deutsche Evangelische Allianz in einer Stellungnahme gefordert: „Wir dürfen dem Sterben nicht länger zusehen.“ 

Bei einem Treffen im BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist das Foto rechts entstanden: Die Sonne spiegelt sich im Fernsehturm, das Kreuz leuchtet über Berlin. Die Berliner sprechen in ihrer unnachahmlich spöttischen Art von der „St. Walter- Kathedrale“ (nach Walter Ulbricht, dem ehemaligen DDR-Staatschef) oder der „Rache des Papstes“ an den Kommunisten. So oder so: Das Kreuz erinnert daran, dass der Gekreuzigte die Menschen in Not nicht vergisst. 

Herzliche Grüße, auch von Kersten Rieder
im Gebet verbunden

Ihr Uwe Heimowski 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Von Wertschätzung und Gebet
 
 
Und weil Gott uns nicht vergisst, bin ich dankbar für die Menschen, die in dieser Gesellschaft Verantwortung übernehmen. In einem Gastbeitrag für das Christliche Medienmagazin Pro habe ich daher geschrieben: „Wir brauchen eine Kultur der Wertschätzung. Gegenüber den Spitzenpolitikern und auch für die vielen Ehrenamtlichen. Häufig ist uns gar nicht bewusst, wie viel diese Mandatsträger für uns leisten.“

Zur Wertschätzung gehört auch, dass wir Menschen nicht vorschnell in Schubladen stecken. Deshalb begrüße ich die Debatte, die Altbundespräsident Joachim Gauck angestoßen hat. 

Ebenfalls ein Ausdruck der Wertschätzung ist das Gebet, wozu die Bibel uns auffordert: „Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott. Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.“ (1.Tim 2:1-2, HfA)

 
 
 
 
 
Wenn Glaube lebensgefährlich ist
 
 
Ein Thema, das uns und viele engagierte Christen im Land weiterhin sehr beschäftigt, sind die Abschiebungen von Konvertiten. Wir führen dazu viele Hintergrundgespräche. Beim Gespräch im BMZ mit dem Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit ging es wesentlich um das Thema Konversion. Markus Grübel will es zu einem Kernthema seines ersten Berichtes für den Bundestag machen. Gut so. Die Politik muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, was es für Menschen aus dem Iran oder Afghanistan bedeutet, wenn sie Christen werden. Eine Abschiebung kann sie das Leben kosten.

Über die Lage von Christen im Jemen berichtete eine Delegation im Bundestag. Auf Einladung der Schweizerischen Evangelischen Allianz und der HMK schilderten sie im Stephanuskreis die Situation im Bürgerkriegsland. Das Foto oben zeigt die Gäste nur von hinten. Die Preisgabe ihrer Identität wäre im Jemen mit großen Gefahren verbunden. 
 
 
 
 
 
Konversionstherapien

© BMG

 
 
Mit Sorge betrachten wir die Initiative von Gesundheitsminister Jens Spahn, ein Gesetz zum Verbot sogenannter Konversionstherapien an Homosexuellen vorzulegen.

Warum? Ausführlich dazu haben unser neuer Generalsekretär Dr. Reinhardt Schink und ich das in dem Beitrag „Konversionstherapien – was soll da eigentlich verboten werden?“ erklärt (pro 14.06.2019). Wir setzen uns dafür ein, dass „Freiheit und Selbstbestimmung im sicheren Raum von Beratung und Therapie gewahrt bleiben“. Dies ist Ausdruck der Achtung der Würde jedes Menschen, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.

Auch dazu führen wir im Deutschen Bundestag viele Gespräche, in denen wir unsere Position erklären – und mit manchem Vorurteil aufräumen müssen.
 
 
 
 
 
Kirchentag in Dortmund
 
 
Die Meinungen zum Deutschen Evangelischen Kirchentag sind ja sehr gemischt. Dazu ein Gastkommentar unseres Generalsekretärs Dr. Reinhardt Schink für die Tagespost.

Ich persönlich habe den Kirchentag als sehr bereichernd erlebt. Und sei es nur die kurze Begegnung mit dem Gynäkologen Dr. Denis Mukwege, dem engagierten Christen aus dem Kongo, der Vergewaltigungsopfer behandelt und 2018 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Seine Autobiografie „Meine Stimme für das Leben“ ist keine leichte Kost – aber absolut zu empfehlen!

Als Bündnis „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ konnten wir ein Podiumsgespräch zum Thema "Menschenhandel bekämpfen - Fokus Nachfrage" durchführen, in welchem deutlich wurde, warum ein Sexkaufverbot („Nordisches Modell“) unumgänglich ist. Nur wenn man die „Nachfrage“ verringert, kann man wirksam gegen Menschenhandel im Bereich Zwangsprostitution vorgehen.

 
 
 
 
 
Jubiläen und Glückwünsche
 
 
Dann gibt es heute noch einige Glückwünsche: 
Der CVJM konnte sein 175-jähriges Jubiläum feiern. Da haben Kersten Rieder und ich uns doch gerne in die Reihe der Berliner Gratulanten eingereiht. 

Glückwunsch auch an die Gideons, zu deren Jahrestagung ich ein Grußwort beisteuern konnte. Sie haben sage und schreibe die 25-Millionste Bibel in Deutschland verteilt. Empfänger des Jubiläumsexemplars ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Auch das Grundgesetz feiert Geburtstag: Mit 70 Jahren ist es in guter Verfassung.

 
 
 
 
Gebetswanderung: Projektgruppe 3. Oktober
 
Und vergessen wir nicht: Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer und der eiserne Vorhang wurde geöffnet. Ein Wunder, das heute noch fasziniert und Herzen berührt. Viel Gutes ist geschehen, manches misslungen - und doch bleibt dieser besondere Tag ein Grund zum Feiern und Danken.

Der Verein „Danken.Feiern.Beten e.V.“, den wir seit Ende letzten Jahres praktisch unterstützen, veranstaltet anlässlich des Jubiläums eine Pilgerwanderung entlang der ehemaligen Innerdeutschen Grenze. Auf zwei Routen wird gleichzeitig vom 3. Oktober bis zum 9. November 2019 gepilgert: Von Nord in Lübeck, und Süd nähe Hof, mit gemeinsamem Endpunkt am Brocken. Pilger können sich einen Tag, eine Woche oder ein Wochenende anschliessen.

Anmeldung und weitere Informationen zur den jeweiligen Routen finden Sie auf der Homepage: www.3.oktober.de. Wer Flyer für die Wanderung möchte bestellt die bitte direkt bei Kersten Rieder über office@3-oktober.de.
 
 

 
 
 
 
Neues aus dem AK Politik
 
Nach 31 Jahren wurde Hartmut Steeb als Generalsekretär verabschiedet. Seit der Gründung des Arbeitskreises Politik hatte er auch dessen Vorsitz inne. Hartmut Steeb ist ein politischer Mensch, der sich für viele Themen engagiert hat. Herausragend war sicher sein Einsatz für den Lebensschutz.

Als Nachfolgerin für den Vorsitz des AK Politik hat die Deutsche Evangelische Allianz Lisa Walter berufen. Eine gute Entscheidung. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.


 
 

 
 
 
 
Finanzielle Unterstützung
 
Last but not least: Vielen Dank auch an dieser Stelle wieder für alle finanziellen Zuwendungen in den vergangenen Monaten. Der Bedarf für zwei Stellen und das Berliner Büro ist nicht unerheblich. Daher sind wir auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen und freuen uns über jede Spende
 
 

 
 
 
 
 
PS: Abiball, die Dritte
 
Zuletzt noch ein kleiner persönlicher Sommer-Gruß von Familie Heimowski: Wir konnten gemeinsam den Abiball unserer Tochter Talitha feiern! 
 
 
 
 
 
 
 
Wenn Sie die Arbeit der Deutsche Evangelischen Allianz (DEA) unterstützen möchten,
freuen wir uns über eine Spende und sagen: Dankeschön.

Sonderkonto für die Arbeit in Berlin:
Bank: Volksbank Mittelhessen
IBAN: DE75 5139 0000 0019 8069 01
BIC: VBMHDE5F

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