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politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
06. Dezember 2019
 
 
 
 
 
 
„Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“ (Psalm 118:24)
 
Liebe Freunde,

der 9. November ist für uns Deutsche ein historischer Tag, der uns besonders intensiv daran denken lässt, was der Herr gemacht hat. Mit zehntausenden Berlinern und Gästen aus aller Welt war ich am Brandenburger Tor, um zu feiern und Gott von Herzen zu danken. 

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Kerzen und Gebete haben diese friedliche Revolution in Gang gesetzt. Die Bürgerrechtler in der DDR, die mutigen Demonstranten auf den Straßen, visionäre Politiker wie Willy Brandt, Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher, Ronald Reagan und Michael Gorbatschow: sie alle haben ihre Verdienste – und Gott hat die Puzzleteile zusammengefügt. Ein Wunder vor unseren Augen, das die Welt mit uns bestaunt. Anfang des Jahres habe ich in einer koreanischen Gemeinde darüber gesprochen: mit Tränen in den Augen hörten die Geschwister zu, und beteten anschließend mit einer Hingabe, die ihres gleichen sucht, um die Wiedervereinigung ihres Landes.

Das Staunen nimmt uns in die Verantwortung. Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Christen dürfen nicht mitmachen, wenn lautstarke Stimmen die innere Spaltung unseres Landes vorantreiben. Ja, es ist nicht alles gut, und ja, manchmal kann man wütend werden. Aber es muss gelten „Wut ja, Hass nein.“ Wir müssen auf unsere Sprache achten, „weil aus Worten Taten werden“.
 
Herzliche Grüße, auch von Kersten Rieder, und Gottes Segen

Ihr Uwe Heimowski 
 
 
 
 
 
 
 
Antisemitismus
 
 
Dass der Hass auch in unserem Land zunimmt, ist tragisch. Dass er sich immer stärker gegen Juden richtet, ist erschütternd. Die Gräueltaten der Nazis, die in der „Reichspogromnacht“ am 9. November 1938 ihren vorläufigen Höhepunkt fanden, und schließlich zur Ermordung von 6 Millionen Juden führten, dürfen wir niemals vergessen. Das versuchte Attentat auf die Synagoge in Halle führt uns aufs Brutalste vor Augen, wie sehr der Antisemitismus immer noch, und immer wieder, in unserer Gesellschaft verwurzelt ist. 

Als Christen gehören wir an die Seite unserer jüdischen Geschwister und an die Seite Israels, dem Zufluchtsort aller Juden weltweit. Alleine schon, weil Jesus Christus Jude war. Dazu habe ich ein kleines Gedicht geschrieben:

Wie er, der Jude
sie wurden klein gemacht, ausgelacht,
bedroht, geschlagen umgebracht
so wie er, der Jude, unser Herr.
seht hin, seht ihn und schweigt nicht mehr

 
 
 
 
 
 
Pressekonferenz: Situation der Christen im Iran
 
 
Am 10. November fand in diesem Jahr der internationale Gebetstag für verfolgte Christen statt. Ein Thema, das ebenfalls nichts an Brisanz verloren hat. Bereits im Sommer haben wir in einer Pressekonferenz mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) über die menschenrechtliche Situation im Iran informiert und eine Protestaktion vor der iranischen Botschaft initiiert. 
 
 
 
 
 
Situation der verfolgten Christen
 
 
Danach konnten wir Open Doors bei einer Erhebung zur Situation von christlichen Konvertiten unterstützen, die am 28. Oktober in Berlin vorgestellt wurde. Eine der Kernforderungen: Christen dürfen nicht in Länder abgeschoben werden, in denen ihnen Verfolgung droht.

Auf dem Kongress „Christenverfolgung heute“ auf dem Schönblick haben wir dazu eine Resolution verabschiedet. Wir fordern darin, von Glaubensprüfungen abzusehen und die Taufe und das Zeugnis der Gemeinde im Asylverfahren anzuerkennen. 
 
 
 
 
 
Jahrbücher Religionsfreiheit und Christenverfolgung 2019
 
 
Auch der neue Doppelband mit den Jahrbüchern „Religionsfreiheit“ und „Diskriminierung und Verfolgung von Christen“ ist erschienen. Jeder Abgeordnete im Deutschen Bundestag hat ein Exemplar bekommen.
Bei der Vorstellung der Jahrbücher haben wir die Situation in der Türkei in den Fokus genommen. Alleine im Jahr 2019 sind 70 Christen ohne Nennung von Gründen ausgewiesen worden.
 
 
 
 
 
AKREF-Nachrichten und Gebetsanliegen
 
Wer sich regelmäßig über das Thema Religionsfreiheit informieren möchte, dem legen wir die AKREF Nachrichten ans Herz. Ulrike Nyboer (hier beim Kongress "Christenverfolgung heute" mit ihrem Mann Gustav) stellt seit vielen Jahren diese umfangreiche Dokumentation zusammen. Wer unsere verfolgten Geschwister im Gebet unterstützen und regelmäßig aktuelle Gebetsanliegen erhalten möchte, kann sie über diesen Link abonnieren. 
 
 

 
 
 
 
Konversionstherapien
 
Ein weiteres Thema das uns beschäftigt: Das Verbot von sogenannten Konversionstherapien an homosexuell empfindenden Menschen. Der vorliegende Gesetzentwurf schießt über das Ziel hinaus. Therapiefreiheit bedeutet, dass die Begleitung von Menschen in Veränderungsprozessen möglich bleiben muss und nicht unter Strafe gestellt wird. Das Bundesgesundheitsministerium hat uns gebeten eine Stellungnahme zum Entwurf abzugeben, in der nächsten und übernächsten Woche sind wir zu Gesprächen eingeladen. Bitte betet, dass unsere Vorschläge Gehör finden. 
 
 

 
 
 
 
 
Menschenhandel
 
 
Ein Gebetsanliegen bleibt das Thema Menschenhandel. Da gibt es einige erfreuliche Entwicklungen: Im Bundestag traf sich im Oktober zum ersten Mal eine überfraktionelle Gruppe unter der Federführung von Leni Breymaier (SPD) und Frank Heinrich (CDU), die weitere Schritte zum Schutz von Opfern entwickeln wird. Auch viele Christen werden aktiv.

Beim Walk For Freedom am 19. Oktober waren in diesem Jahr 29 Orte alleine in Deutschland beteiligt. Ich selber hielt auf Einladung des Vereins Hope eine Rede zum Start des Schweigemarsches in Heilbronn. Um verschiedene Initiativen noch besser zu vernetzen und Christen für das Thema sprachfähig zu machen, findet nächstes Jahr eine Konferenz im Christlichen Gästezentrum Schönblick statt. Zum Vormerken: 8.-11. November 2020.
 
 
 
 
 
Unterwegs in ganz Deutschland
 
 
Neben den Aktivitäten in Berlin war ich in den vergangenen Wochen wieder zu vielen Vorträgen eingeladen. Hier einige Erfahrungen mit interessanten Formaten: In Ennepetal treffen sich weit über hundert Männer seit über dreißig Jahren zweimal im Jahr zu einem Brunch. Mein Thema „Mutbürger statt Wutbürger“ zog auch in der Presse weiter Kreise.

Nach Marburg hatte die Lokalgruppe der Micha-Initiative eingeladen. Auf der Bühne standen zwei Sofas, dort wurde ich zunächst eine halbe Stunde interviewt, dann durfte ich den Interviewer befragen, und im Anschluss wurden eingeladen, auf dem Sofa Platz zu nehmen und mit zu diskutieren. Ein gelungenes interaktives Gespräch.

In Jettingen durfte ich im Rathaus sprechen. Zwei Gemeinden hatten dort die Ausstellung „In bester Verfassung. 70 Jahre Grundgesetz“ aufgebaut. Meine Vorträge nahmen Bezug auf dessen christliche Wurzeln.
 
 
 
 
 
ZukunftsForum der Deutschen Evangelischen Allianz
 
 
Das erste ZukunftsForum der Deutschen Evangelischen Allianz fand vom 31. Oktober bis 2. November in der Elim-Gemeinde Hannover statt. Ca. 230 Teilnehmer trafen sich zum Austausch, zu Vorträgen, Workshops und Gebet.

Die Kreativität der Teilnehmer war kaum zu bremsen und zum Schluss wurden 19 Projekte ins Leben gerufen, die nun in etablierten Projektgruppen oder bestehenden Arbeitskreisen umgesetzt werden. Darunter fand sich eine Gruppe zum Thema Politik zusammen, die wir mit unserem Arbeitskreis Politik unterstützen werden. 
 
 
 
 
 
Adventszeit
 
 
Ein Höhepunkt, der in diesem Jahr noch vor uns liegt:  Am 27. November wird es unseren zweiten Adventsempfang geben, zu dem wir alle Bundestagsabgeordneten einladen. Reinhard Holmer, langjähriger Leiter des Allianzhauses in Bad Blankenburg, wird als Zeitzeuge über die Geschehnisse von 1989 sprechen. 

Apropos Advent, wer noch ein Geschenk mit kurzen Impulsen sucht: In diesem Jahr ist bereits die fünfte Ausgabe meines Männer-Adventskalenders „Survival“ erschienen. Auch der zweite Männerkalender für 2020 ist auch schon im Handel erhältlich.
 
 
 
 
Der politische Jesus
 
Und noch eine Publikation: Dankbar bin ich dem VTR-Verlag, der eine Aufsatzsammlung von mir herausgegeben hat: „Der politische Jesus und die Botschaft vom Reich Gottes. Essays, Beobachtungen und Kommentare“ ist Anfang Oktober erschienen. Der frühere Bundesminister und jetzige kirchenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Hermann Gröhe war so freundlich, ein Vorwort beizusteuern.
 
 

 
 
 
 
Danke für die Unterstützung
 
Liebe Freunde,

seit drei Jahren dürfen wir nun diesen Dienst hier in Berlin tun. Danke für alle Unterstützung. Für euer Gebet. Für kurze ermutigende Zeilen per Post oder auf elektronischem Wege. Und natürlich auch für finanzielle Zuwendungen. Da unsere Arbeit komplett über Spenden finanziert wird, könnten wir sie ohne euch nicht tun. 
 
 

 
 
 
 
 
 
Wenn Sie die Arbeit der Deutsche Evangelischen Allianz (DEA) unterstützen möchten,
freuen wir uns über eine Spende und sagen: Dankeschön.

Sonderkonto für die Arbeit in Berlin:
Bank: Volksbank Mittelhessen
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