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politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
29. Mai 2020
 
 
 
 
 
 
"Brich dem Hungrigen dein Brot...
 
...und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn … Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte … und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen.“ (Jesaja 58:7u.8)

Liebe Freunde,

kaum haben wir den Jahreswechsel gefeiert, da hat der Politikbetrieb in Berlin schon wieder reichlich Fahrt aufgenommen. Wichtige Themen stehen auf der Agenda. Wie gut, dass in all dem der HERR das letzte Wort hat. Er wird unseren Zug beschließen, und bis dahin lasst uns den Menschen dienen. Wir im politischen Berlin und jeder dort, wo Gott ihn hingestellt hat.


In Christus verbunden, 
Ihr Uwe Heimowski
 
 
 
 
 
 
Finanzen: Ein ehrliches Wort
 
Weil ich immer wieder danach gefragt werde, möchte ich dieses Mal ein wenig ausführlicher erklären, wie sich unsere Arbeit finanziert. Wir bekommen keine Zuwendungen aus staatlichen oder kirchlichen Töpfen. Die Evangelische Allianz mit ihren vielfältigen Aufgaben ist ein Spendenwerk. Als 2014 das Berliner Büro eröffnet wurde, war das nur möglich, weil Wolfgang Baake einen eigenen Kreis von Spendern mitgebracht hat. Nach seinem Ausscheiden sind viele seiner Unterstützer der Arbeit treu geblieben. Vielen herzlichen Dank dafür. Dennoch gab es gerade unter den Großspendern einige, die ihre Unterstützung – die Wolfgang Baake persönlich gegolten hatte - eingestellt haben. Auch ihnen sind wir von Herzen dankbar, denn ohne diese Anschubfinanzierung gäbe es keine politische Vertretung der Allianz in Berlin. 

In den vergangenen drei Jahren sind einige neue Spender dazugekommen. Noch einmal danke. Leider reicht das nicht aus, um die finanzielle Lücke zu schließen. Der Gesamtbedarf für zwei Gehälter, die Büromiete, Fahrtkosten usw. liegt bei 15.000 Euro im Monat. Die zweckgebundenen Spenden decken diese Kosten nur zu zwei Dritteln. Bisher konnten wir das Defizit aus einer Rücklage ausgleichen. 2020 wird das nicht mehr der Fall sein. Wir wollen gerne weiterhin eure / Ihre Stimme für biblische Werte in Berlin bleiben. Damit das möglich ist, braucht es Menschen, die die Arbeit finanziell tragen. Konkret wären das beispielsweise 50 Personen, die bereit sind, 100 Euro im Monat zu geben. Gerade regelmäßige Spenden erleichtern die Planung. Danke, wenn Sie, wenn ihr euch nach euren Möglichkeiten einbringt.
 
 
 

 
 
 
 
 
Internationale Gebetswoche: Eins werden vor Gott
 
 
Was für eine wunderbare Tradition: Seit über 170 Jahren beginnen Allianzleute das neue Jahr mit Gebet. „Wo gehöre ich hin“ war das Thema der Gebetswoche in diesem Jahr. Die Allianzgebetswoche fand an gut 1000 Orten statt. Ich selber war an fünf Orten dabei. In Borken (Hessen), im siegerländischen Hickengrund, in Berlin Pankow, in Wiedenest und Wiesbaden. Schon an der Teilnehmerzahl lässt sich die Vielfalt der Formate ablesen: Vom Stuhlkreis mit knapp 30 Personen im Café Impuls bis zu den Gottesdiensten in der Movechurch mit 2.500 Besuchern in zwei Durchgängen spannte sich der Bogen. Hier wie dort war zu spüren: Wenn Christen miteinander beten, werden sie eins. Nichts hat so viel Kraft, Trennendes zu überwinden wie das Gebet.
 
 
 
 
 
Lesbos: Wo die Welt schreit
 
 
Auf Einladung von Andrea Wegener, der Autorin des Buches „Wo die Welt schreit“, für das ich ein Vorwort geschrieben habe, ergab sich Ende Januar die Gelegenheit, gemeinsam mit Herbert Putz, dem Referenten für Migration und Integration der Evangelischen Allianz, und Frank Heinrich, Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Hauptvorstand, nach Lesbos zu reisen. Wir haben das Camp Moria besucht. Die Zustände sind schrecklich. 21.000 Flüchtlinge leben in einem Lager, das für 3000 konzipiert ist. Ich hatte das Gefühl, in einem Slum in Indien oder Afrika zu sein, und nicht auf dem Boden der Europäischen Union. Wir wurden gebeten, die Zustände öffentlich zu machen, und für die Flüchtlinge und die Helfer zu beten. Daher bin ich dankbar, dass ich in ideaSpektrum, im Medienmagazin Pro, der mitteldeutschen Kirchenzeitung Glaube und Heimat sowie dem Magazin Movo mit Artikeln und Interviews berichten durfte. Darf ich euch bitten, für die Menschen auf Lesbos im Gebet einzustehen?
 
 
 
 
 
Verfolgungsindex: Wie es um die Christen steht
 
 
Noch einmal Lesbos: Im Begegnungszentrum Oasis, der Initiative i58 (nach Jesaja 58, s. oben) trafen wir fünf Konvertiten, ehemalige Muslime, die Christen geworden sind. Sie haben sich nach Gewalttaten radikaler Muslime vom Islam abgewendet - die Hilfsbereitschaft der christlichen Flüchtlingshelfer hat sie neu nach Gott suchen lassen. Zwei Frauen erzählen uns von der Freiheit, die sie jetzt erleben. „Im Iran hieß es, Frauen hätten nur ein halbes Gehirn. Hier  werden wir gleichwertig behandelt.“ Ihre Situation im Lager ist hart: Die Konvertiten werden beleidigt und bedroht. „Aber wir gehören jetzt zu Jesus, auch Jesus hat gelitten. Er wird einen Ausweg für uns finden.“

Leider bleiben die Christen nicht nur hier, sondern weltweit die am meisten verfolgte Gruppe. Es beginnt mit Ausgrenzung und Benachteiligung, geht über unrechtmäßige Urteile bis zu Gewalt und Folter. Über 4000 Christen wurden 2019 wegen ihres Glaubens getötet, wie der neue Weltverfolgungsindex von Open Doors, der Anfang des Jahres erschienen ist, berichtet. Bitte steht auch hier im Gebet an der Seite unserer Geschwister.
 
 
 
 
 
Organspende: Ein Akt der Nächstenliebe
 
 
Ein vieldiskutiertes Thema der letzten Monate war die „doppelte Widerspruchslösung“, ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn, der jeden Menschen zur Organspende verpflichtet hätte. Gemeinsam mit den großen Kirchen haben wir uns deutlich dagegen ausgesprochen. Der Staat darf gegenüber dem Individuum nicht übergriffig werden, das verletzt dessen Würde. Organspenden sind wichtig – aber als ein freiwilliger Akt der Nächstenliebe. Wir sind dankbar, dass die Mehrheit der Abgeordneten im Deutschen Bundestag nach einer bemerkenswert sachlichen und respektvollen Debatte, in der der Fraktionszwang aufgehoben war, gegen die Widerspruchslösung gestimmt hat. 
 
 

 
 
 
 
Konversionstherapien: Ein Appell für die Freiheit
 
Für große Verunsicherung sorgt seit Monaten das geplante Gesetz zum Verbot sogenannter Konversionstherapien. Die ersten Entwürfe der Expertenkommission des Gesundheitsministeriums ließen nichts Gutes erahnen. Wir unterstützen das Anliegen, homosexuell empfindende Menschen vor Zwangsmaßnahmen zu schützen, doch darf das nicht zu einer Kriminalisierung von Seelsorge und Verkündigung führen. Das sind massive Eingriffe in die Religionsfreiheit. Auch darf es nicht sein, Menschen, die einen Veränderungswunsch in Richtung Heterosexualität verspüren, eine Begleitung zu verweigern. Wir haben uns mehrfach an den Gesundheitsminister und die Mitglieder der Kommission gewendet. Als Evangelische Allianz durften wir zur finalen Anhörung eine offizielle Stellungnahme abgeben, das war nicht zu erwarten gewesen. Wir konnten auf einige Schwachpunkte hinweisen, die dann auch in der Gesetzesvorlage berücksichtig wurden. So soll das Verbot nur für Minderjährige gelten und bezieht sich jetzt auf „Behandlungen“ und nicht mehr auf „Maßnahmen“, wie ursprünglich vorgesehen - darunter wären dann auch seelsorgliche Gespräche oder Jugendstunden gefallen. In den nächsten Wochen wird das Gesetz zunächst im Bundesrat, dann im Bundestag debattiert und beschlossen. Bitte, betet mit, dass es keine erneuten Verschärfungen gibt.
 
 

 
 
 
 
 
Nie wieder: Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz
 
 
„Ich war zehn Jahre alt. Mein Vater zeigte mir seine Pistole, erklärte mir alle Funktionen. Dann sah er mir tief in die Augen. `Franz, ich muss jetzt für ein paar Tage weggehen. Du bist jetzt der Mann im Haus. Wenn die Gestapo eurer Versteck findet, dann nimmst du die Pistole und erschießt deine Schwester, deine Mutter und dann dich selber.´“ Franz Michalski (Jahrgang 1934) und seine Frau Petra waren als Zeitzeugen die Hauptredner der Gedenkveranstaltung in Neuen Synagoge Berlin. Veranstaltet von der Initiative 27. Januar. Man kann gar nicht alles in Worte fassen… Aber soviel ist klar: Nie wieder Antisemitismus. Wir gehören an die Seite unserer jüdischen Geschwister - und an die Seite Israels.

Bild rechts: Uwe Heimowski mit Harald Eckart (1. Vorsitzende der Initiative 27. Januar), Josias Terschüren (Initiative 27. Januar) und dem Ehepaar Franz und Petra Michalski 
 
 
 
 
 
 
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