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politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
28. August 2026
 
 
 
 
 
 
 
 
Sommerpause und Gebetsanliegen
 
Liebe Freunde,

nun melde ich mich doch noch einmal kurz aus Berlin. Diese Woche geht der Bundestag in die parlamentarische Sommerpause. Vorher sind noch einige Entscheidungen gefallen und Themen auf den Weg gebracht worden, die erhebliche Auswirkungen für unsere Gesellschaft haben. Bitte lasst uns den Sommer nutzen und für diese Anliegen beten.

Liebe Grüße

Uwe Heimowski
 
 

Uwe Heimowski

 
 
 
 
Lebensrecht für Ungeborene
 
Am Abend des 24. Juni gipfelten die nationalen Vorausscheidungen der Special Olympics für Menschen mit geistigen Behinderungen in einem rauschenden Fest am Brandenburger Tor. Da unser Büro direkt in der Nachbarschaft liegt, habe ich eine Woche lang den sportlichen Wettkampf hautnah miterlebt. Es war herrlich. Menschen mit Behinderungen sind eine Bereicherung für die Gesellschaft.

Am gleichen Tag, morgens, hat der Bundestag beschlossen, das Werbeverbot für Abtreibungen aufzuheben (§219a StGB). Dazu kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Doch schon in der Debatte hat Familienministerin Lisa Paus (Grüne) erneut angekündigt, was auch schon im Koalitionsvertrag steht: Sie will § 218 abschaffen und Abtreibungen damit legalisieren.
Man muss kein Schwarzmaler sein, um die Konsequenzen zu sehen – auch gerade für ungeborene Menschen mit Behinderungen. Schon heute ist die Diagnose Downsyndrom für die meisten Kinder ein Todesurteil. Dass wir das in Deutschland zulassen, mit unserer Geschichte – es macht mich fassungslos.
In einem Kommentar habe ich meine Bedenken formuliert. 

Gebetsanliegen: Einsicht bei den handelnden Personen, dass sie das bisherige gesetzliche Konstrukt nicht auflösen. Dass ein Verständnis für das Lebensrecht des Kindes entsteht, insbesondere für Kinder mit Behinderungen. Dass Stimmen, die die Perspektive der Ungeborenen vertreten, Gehör finden.


 
 

Uwe Heimowski

 
 
 
 
Assistierter Suizid und Suizidprävention
 
Ein zweites Lebensrechtsthema: Ebenfalls am 24. Juni der Bundestag drei Gruppenanträge zum assistierten Suizid debattiert. Mir erscheint der Antrag der Gruppe um Lars Castellucci (SPD) am ehesten zielführend. Die Gruppe hat dazu noch einen ergänzenden Antrag erarbeitet, in welchem es darum geht, die Suizidprävention zu stärken. Im Unterschied zur würdelosen Debatte um Abtreibungen, die von lärmenden Zwischenrufen unterbrochen wurde, war die Atmosphäre im Plenarsaal (ich habe die Debatte live vor Ort verfolgt) im Ton respektvoll.

Gebetsanliegen: Dass sich parlamentarische Mehrheiten finden, die einen größtmöglichen Schutz des Einzelnen ermöglichen. Dass das Gesetz zur Suizidprävention umgesetzt und finanziell auch vernünftig ausgestattet wird, und dass die Debatte weiterhin in einem angemessenen, würdevollen Ton geführt wird.

 
 

Uwe Heimowski

 
 
 
 
Selbstbestimmungsgesetz für Transpersonen
 
Kurz vor der letzten Sitzungswoche haben Familienministerin Paus und Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) ein Eckpunktepapier zum neuen „Selbstbestimmungsgesetz“ für transgeschlechtliche, nicht-binäre und intersexuelle Menschen herausgegeben.
Auch das war angekündigt. Und ja: Es ist wichtig, Menschen, die nicht in das traditionelle Schema passen, vor Diskriminierung zu schützen. Selbstkritisch müssen wir festhalten, dass wir als Christen das zu oft nicht getan haben.
Aber leider geht das Papier an einigen Stellen zu weit. Es schließt auch 14jährige ein, die zwar die Zustimmung der Eltern bedürfen, diese aber auch gegen die Eltern beim Familiengericht einklagen dürfen. In dieser Lebensphase der Identitätsentwicklung ist das ein fatales Signal für verunsicherte Teenager. 

Gebetsanliegen: Dass die Stimmen von Kinder- und Jugendpsychologen und anderen Gehör finden, die auf die sich entwickelnde Identität Minderjähriger hinweisen. Dass die vielen Folgefragen (Schutz von Frauen, Teilnahme an Sportwettbewerben, Kosten der Umwandlung u.a.m.) nachhaltig mitbedacht werden.
 
 
 
 
 
 
Einen gesegneten Sommer
 
Soweit, die drei gesellschaftspolitischen Themen, die aktuell den Bundestag beschäftigen. Bitte betet auch mit darum, dass wir in den Begegnungen mit Abgeordneten auf offene Herzen treffen und konstruktive Gesprächssituationen entstehen, in denen wir unsere Argumente erklären können.

Und lasst uns nicht müde werden, weiter und ausdauernd für den Frieden in der Ukraine zu beten. Auch wenn wir uns an die Bilder gewöhnt haben: Der Schrecken des Krieges ist für die Menschen in der Ukraine nach wie vor täglich grausame Realität.
Wir beten für die wirtschaftlichen Auswirkungen: Auch in unserem Land, in dem die steigende Inflation vor allem arme Menschen trifft - und nicht weniger für die Menschen im globalen Süden, die durch die Unterversorgung mit Weizen von Hungersnöten bedroht sind.


Viel Grund, sich Sorgen zu machen ... Wie gut, dass wir all das, was uns Sorgen macht, in Gottes Hände legen können. Und so wünsche ich trotz allem einen erholsamen, gesegneten Sommer
 
 

Uwe Heimowski

 
 
 
 
 
 
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