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politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
28. August 2026
 
 
 
 
 
 
 
 
"Siehe, ich schaffe etwas Neues"
spricht Gott (Jes 43,19)
 

Liebe Freunde,

für die meisten von euch wird diese Nachricht überraschend kommen: Ich werde im Laufe des nächsten Jahres meine Tätigkeit als politischer Beauftragter der Evangelischen Allianz beenden und einen neuen beruflichen Weg einschlagen.

Wie kommt das? Ein Grund ist meine gesundheitliche Situation. Fast zwei Jahre sind seit meiner Schmerztherapie für den Rücken und meinem Herzinfarkt vergangen, ich habe mich sehr gut erholt. Danke allen, die diesen Prozess im Gebet begleitet haben und begleiten. Gott hat wirklich eingriffen. Und doch merke ich, dass die Geschwindigkeit des Politikbetriebs und die vielen thematischen Auseinandersetzungen meinen Blutdruck stärker steigen lassen, als mir guttut.
Ein zweiter Grund: Mich zieht es nach insgesamt 13 Jahren Politik in Berlin nochmal in eine andere Aufgabe, möglichst eine, die in konkrete Projekte mündet, in denen konkreten Menschen geholfen wird. Altersmäßig ist es dran, das auch zeitnah anzugehen – der 60. Geburtstag naht mit eilenden Schritten. Wohin der Weg tatsächlich geht, weiß ich noch nicht.

Wer mich kennt, weiß, dass ich einen solchen Wechsel nicht leichtfertig vollziehe. Meine Aufgabe verstehe ich als Berufung von Gott und für die Evangelischen Allianz.

Was mir den Schritt erleichtert, sind die personellen Veränderungen in der EAD. Frank Heinrich ist gemeinsam mit Reinhardt Schink zum Vorstand der Evangelischen Allianz gewählt worden. Frank Heinrichs Aufgabenbereich wird auch politische Repräsentation umfassen, als langjähriger Abgeordneter des Deutschen Bundestages ist er dort natürlich bestens vernetzt. Außerdem ist er ein sehr guter persönlicher Freund von mir. Dass Frank parallel zu meinen Fragen nach einer neuen Berufung seinen Weg in die Evangelische Allianz gehen wird, kann ich nur staunend als Gottes Führung verstehen.

Bitte begleitet seine neue Aufgabe weiterhin mit Wohlwollen, mit Gebet – und mit finanzieller Unterstützung.



P.S. Am Ende der Woche kommen weitere Informationen aus Berlin in einem ausführlicheren Newsletter.

 
 

 
 
 
 
 
 
 
zum Thema dieser Artikel von IDEA:
 
Bad Blankenburg (IDEA) – Der Beauftragte der Evangelischen Allianz in Deutschland beim Deutschen Bundestag und der Bundesregierung in Berlin, Uwe Heimowski (Gera), wird die Allianz im kommenden Jahr verlassen. Das teilte der 58-Jährige auf der Mitgliederversammlung in Bad Blankenburg (23.–24. September) mit. Heimowski hatte das Amt 2016 von Wolfgang Baake (Wetzlar) übernommen. Wie Heimowski der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, steht der genaue Zeitpunkt für den Abschied noch nicht fest.
Ein Grund dafür sei seine gesundheitliche Situation. Von seinem Herzinfarkt vor zwei Jahren habe er sich zwar sehr gut erholt, doch die Geschwindigkeit des Politikbetriebs und die vielen thematischen Auseinandersetzungen seien belastend. Jetzt ziehe es ihn in eine Aufgabe abseits des Politikbetriebs. Er wünsche sich eine Aufgabe, „die in konkrete Projekte mündet, in denen konkreten Menschen geholfen wird“.

Heimowski: Allianz ist in Berlin eine wahrnehmbare Größe

Ihm zufolge hat sich das politische Berlin in den vergangenen Jahren stark verändert. Der Krisenmodus sei seit 2015 zum Normalzustand geworden: „Es ist enorm, was die Parlamentarier leisten, und doch gibt es eine spürbare Entfremdung vieler Bürger – auch von Christen – gegenüber der Politik. Viele Entscheidungen sind sehr kurzfristig und nicht immer nachzuvollziehen.“ Die Allianz sei seiner Wahrnehmung nach eine feste Größe in Berlin geworden: „Wir sind in regelmäßigem Austausch mit den anderen Kirchen, konnten vielen christlichen Werken und Initiativen Türen öffnen – da bewährt sich die Evangelische Allianz als Netzwerk.“
Ein „sichtbarer Erfolg“ sei die Einführung des Beauftragten der Bundesregierung für internationale Religionsfreiheit gewesen. Bei vielen Themen von Flüchtlingspolitik über Menschenhandel oder Lebensschutz bis zu Corona-Maßnahmen habe die Allianz im Hintergrund Gespräche geführt, und „unsere Stimme ist in Entscheidungen eingeflossen“. Gleichzeitig müsse er akzeptieren, dass manche Entscheidungen „leider gar nicht in unserem Sinne gefällt wurden“. Ein Beispiel sei, so Heimowski, die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibung (§ 219a StGB) oder die vielen Ablehnungen der Asylanträge von Konvertiten. Positiv beurteile er es, dass sich an vielen Orten Gebetsgruppen gebildet hätten, die für Politiker beteten. Heimowskis Vorgänger Baake war von 1999 an ehrenamtlich und ab 2014 hauptamtlich Beauftragter der Allianz in Berlin.
Heimowski machte eine Ausbildung als Erzieher und studierte dann Theologie. Ab 2001 war der verheiratete Vater von fünf Kindern Gemeindereferent der baptistischen Gemeinde „G26“ im thüringischen Gera. Von 2009 an war er mit einer halben Stelle auch Wissenschaftlicher Mitarbeiter des damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich (Chemnitz). Der 58-Jährige hatten bei der Bundestagswahl 2021 den Wiedereinzug in den Bundestag verpasst. Künftig wird Heinrich gemeinsam mit dem bisherigen Generalsekretär Reinhardt Schink die neue hauptamtliche Vorstands-Doppelspitze der Allianz bilden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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