Falls Sie Probleme mit der Darstellung haben sollten, klicken Sie bitte hier.
 
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Per Mail versenden
 
politik.ead.de
 
 
Newsletter des Politikbeauftragten
 
15. April 2026
 
 
 
 
Unser Grundmuster, wenn wir uns Herausforderungen gegenüber sehen
 
Bei der diesjährigen „Heilsame Unterbrechung Passion 2026“ in der Friedrichstadtkirche in Berlin predigte Dr. Christian Ceconi, Vorstand der Berliner Stadtmission, über Johannes 3. „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde“ (Joh 3,17). Diesen Gedanken bewege auch ich schon länger in meinem Herzen. Mir geht es dabei besonders um die Sendung, den Auftrag der Kirche in dieser Welt. Wenn Jesus sagt, „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Joh 20,21), dann liegt darin bereits der Ruf: Folgt in meinen Fußstapfen. Auch ihr seid in der Welt, nicht um zu richten, sondern um zu retten. Ich wünschte, dass bei den meisten Herausforderungen, denen wir uns ausgesetzt sehen, das auch unser Grundmuster wäre.

Auch in unserer Generation liegt die Welt im Argen, die Menschen in unserer Gesellschaft leben oft weit entfernt von Gottes Willen und seinen guten Absichten, auch im politischen Leben unseres Landes. Es gäbe viel zu beklagen, anzuklagen und sogar zu verurteilen. Doch genau dafür ist die Kirche nicht gesandt. „Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10), und in dieser Bewegung auf unsere Mitmenschen und vielleicht auch unsere politischen Gegner stehen auch wir. 

Wir sind gesandt, mit Christus an der Rettung der Welt mitzuwirken, als „Botschafter an Christi statt“ (2 Kor 5,20). Das heißt, einen Beitrag zu leisten, dass Zerbrochenes heil wird, dass unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet bleibt, dass Hoffnung wächst, dass Menschen Gott neu begegnen. Dafür beten wir, und dafür setzen wir uns ein, mit konstruktiven Beiträgen, mit einer freundlichen und zugewandten Haltung, inkarnatorisch, empathisch, voller Gnade und Wahrheit. 

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Johann Matthies
Politischer Beauftragter am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung
 
 
 
 
 
 
 
 
Wie denken wir Reich Gottes und Reich dieser Erde zusammen
 
Gemeinsam mit meinem Amtsvorgänger Frank Heinrich war ich Ende Februar zu einem Gespräch zum Thema „Suchet der Stadt Bestes“ in Detmold eingeladen.  
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Christlichen Schulverein Lippe e.V. Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschicht. Ausgehend von dem bekannten Gebet, „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“, stand die Frage im Raum, wo genau wir Verantwortungzu übernehmen haben.
 
Gerne teile ich an dieser Stelle einige der Denkanstöße aus meinem Vortrag:
Als Politikbeauftragter der Evangelischen Allianz begegne ich regelmäßig Menschen aus unterschiedlichen Parteien und Weltanschauungen. Viele von ihnen ringen ernsthaft um gute Lösungen. Sie stehen unter enormem Druck. Gerade hier braucht es Christen, die nicht polarisieren, sondern orientieren. Die zuhören, bevor sie urteilen. Die das Gemeinwohl suchen, nicht nur das Wohl und den Beifall der eigenen Klientel. 
Als Christen sind wir Bürger zweier Welten: verwurzelt im Himmel, verantwortlich auf der Erde. Unser Auftrag ist nicht, eine „christliche Gesellschaft“ zu erzwingen. Unser Auftrag ist, als Christen in dieser Gesellschaft treu zu leben. Klar im Bekenntnis. Weit im Herzen. Standhaft in der Wahrheit. Und respektvoll im Dialog. Wenn Glaube und Gesellschaft sich begegnen, entsteht Spannung. Aber genau in dieser Spannung liegt Gestaltungskraft. Wir dürfen uns einbringen. Mit Argumenten. Mit Gebet. Mit Integrität. Und mit der festen Überzeugung, dass Christus Herr ist – auch über Geschichte und Politik. Das ist kein Machtanspruch. Es ist ein Hoffnungsbekenntnis, das wir gerne teilen, immer mit Demut und Respekt. 

© Andy Schiller, JM mit Frank Heinrich

 

© Andy Schiller, Moderator Kornelius Ens, JM, FH, Daniel Neufeld

 
 
 
 
 
Religionsfreiheit und Verfolgung von Minderheiten in Syrien - Sitzung des Stephanuskreises
 
Anfang März kam der Stephanuskreis der CDU/CSU zu seiner dritten Sitzung in dieser Wahlperiode zusammen. Bemerkenswert, dass neben der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Frau Serap Güler, und Ralph Brinkhaus von der CDU auch Bodo Ramelow von den Linken und Rasha Nasr von der SPD einen Vortrag geleistet haben. 
Sehr erfreulich: Wenn es um die Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten im Nahen Osten geht, um Drusen, Aleviten, Jesiden und die der Aramäer, entstehen neue Koalitionen. Nicht der Willigen, sondern der Mitdenkenden und Mitfühlenden. 

© JM, Ralph Brinkhaus MdB, Lars Rohwer MdB, Serap Güler MdB

 

© JM, links zu sehen Bodo Ramelow, MdB und Rasha Nasr, MdB

 
 
 
 
Gebetsaufruf zu Beginn des Superwahljahrs 2026
 
 
Dieses Jahr stehen unserem Land viele wichtige Entscheidungen, insbesondere 5 Landtagswahlen, bevor. Anlässlich der ersten Landtagswahl des Jahres in Baden-Württemberg hat der Arbeitskreis Politik dazu eingeladen, den demokratischen Prozess bewusst im Gebet zu begleiten. Der Aufruf ist hier vollständig nachzulesen. 


 
 

Landtag von Baden-Württemberg

 
 
 
 
 
Präsentation des neuen Postwertzeichens "So nimm denn meine Hände"
 
Auf Einladung der der EKD wurde am 17. März in der Hohenzollerngruft des Berliner Doms ein neues Sonderpostwertzeichen präsentiert, herausgegeben vom Bundesministerium der Finanzen anlässlich des 200. Geburtstages von Julie Hausmann. 

Diese Gedanken haben ich mir dazu an dem Abend aufgeschrieben: 
Neueröffnete Hohenzollerngruft im Berliner Dom. Präsentation eines Sonderpostwertzeichens. Einladung der EKD. Mitwirkung des Bundesministeriums der Finanzen.

Auf der neuen Briefmarke (Auflage: 4,6 Mio.) stehen ganz unmittelbar die vertrauensvollen Worte des gesungenen Gebets von Julie Hausmann (1862): „So nimm denn meine Hände“.

Auch ich kenne dieses Lied seit meiner Kindheit. Doch erst als Erwachsener lerne ich die Täler des Todesschattens (Psalm 23) wirklich kennen: „Wenn ich auch rein nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht.“

Am Ende unserer Selbstwirksamkeit wartet unser barmherziger Gott, dem wir uns vertrauensvoll anvertrauen dürfen. Dankbar für unser Land, in dem wir dies millionenfach bekennen können – ganz sicher nicht nur auf unseren Kondolenzbriefen.

© JM, Berliner Dom, Prälatin Dr. Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der EKD

 

© JM, OKR Dr. Patrick Schnabel; JM mit Designteam der neuen Briefmarke

 
 
 
 
 
„Kulturkämpfe“ einordnen – Orientierung für die Evangelische Allianz in Deutschland
 
Im Arbeitskreis Politik und der EAD haben wir uns mit der Frage der sogenannten "Kulturkämpfe" und wie wir mit ihnen umgehen können, beschäftigt. 

Zitat aus der Orientierunghilfe:
"Christlich verantwortete Politik und gesellschaftliche Beteiligung schließen Positionierung ein. Sie geschieht jedoch nicht aus Empörung, sondern aus der Suche nach Orientierung. Nicht der Sieg im Konflikt ist das Ziel, sondern der Erhalt von Gesprächsfähigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt."
Der vollständige Text ist hier nachzulesen. 

 
 
 
 
 
Besuchsgruppen im Berliner Büro und Vorträge
 
Letzte Woche war Hans-Christian Köhnke vom Arbeitskreis Soldaten in unserem Berliner Büro zu Besuch um von seiner Arbeit zu berichten. Der AK Soldaten begleitet und ermutigt Soldaten und Angehörige der Bundeswehr, ihren Glauben im Dienst zu leben. Als Politischer Beauftragter ist es mir immer wieder ein Anliegen, mich mit den anderen Arbeitskreisen der EAD auszutauschen und ihre Arbeit zu unterstützen. In einer Zeit, in der junge Menschen sich auf einmal wieder mit der Veränderung der Wehrpflicht und der Perspektive, dass auch bei uns ein Krieg geschehen kann, auseinandersetzen müssen, ist es besonders wichtig, dass da jemand ist, der auf unseren haltgebenden und rettenden Gott weist.  

Außerdem haben wir uns über Besuch von Carsten Korinth, Referent Jugendpolitik und Grundsatzfragen des CVJM, gefreut. Wir haben uns über Themenfelder ausgetauscht, in denen wir gemeinsame Anliegen sehen und diese politisch zusammen voranbringen können. Mehr zur politischen Arbeit des CVJM finden Sie hier

Im Rahmen des deutschlandweiten Fasten- und Gebetsaufrufes für unser Land am 9. und 10. März durften wir dann noch eine Gruppe von Gemeinsam für Berlin für einen Gebetsabend in unseren dem Regierungsviertel so nahen Räumlichkeiten begrüßen. Im Rahmen des Programms wurde für jedes Mitglied der Regierung namentlich gebetet, für Schutz und Bewahrung, für Mut zu wichtigen Entscheidungen, für Integrität im politischen Entscheidungsprozess und für Frieden, in ihren Herzen und auch in unserer Welt. 

© LA, JM mit Hans-Christian Köhnke

 

© NW, Lea Artemov und Karsten Corinth

 
 
 
 
Anstehende Termine
 
Am 17. April veranstaltet die SPD das FORUM Kirche und Politik zu dem Thema „Vertrauen – Was können wir noch glauben?“. Auch unser politisches Büro wird bei dieser Veranstaltung vertreten sein und freut sich auf den Austausch von Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft. 
Mehr Informationen und Anmeldung hier

Außerdem findet im April wieder das Spring Festival statt, auch dazu möchten wir gerne eine Einladung weiterleiten. 
 
 

 
 
 
 
Ihre Spende macht den Unterschied!
 
Ihre Spende trägt entscheidend dazu bei, die politische Arbeit der Evangelischen Allianz in Berlin auch im kommenden Jahr fortzuführen und weiterzuentwickeln.
 
 
 
 
 
 
 
 
Wenn Sie die Arbeit der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) unterstützen möchten,
freuen wir uns über eine Spende und sagen: Dankeschön.

Sonderkonto für die Arbeit in Berlin:
Bank: Volksbank Mittelhessen
IBAN: DE75 5139 0000 0019 8069 01
BIC: VBMHDE5F

Jetzt online spenden

Zur Website des Arbeitskreis Politik

Um diese Adresse vom Bezug dieses Newsletters abzumelden, klicken Sie bitte hier .